Information für Patienten unserer Praxis:

Die hier folgenden Ausführungen sind nur für Patienten unserer Praxis bestimmt. Ein nach den homöopathischen Regeln gewähltes und eingenommenes Heilmittel fördert die Anregung und Aktivierung Ihrer Selbstheilungskräfte. Damit Sie diesen Heilungsvorgang sinnvoll unterstützen und möglichst nicht stören, sollten Sie einiges beachten, welches wir Ihnen im Folgenden erläutern.

Zu beachten nach einer Einzeldosis (Gabe eines Globulus)
Auch wenn Sie nur eine Einzeldosis (einen Globulus in Hochpotenz) Ihres homöopathischen Heilmittels erhalten haben, so kann seine Arzneiwirkung über mehrere Wochen bis Monate anhalten, wenn diese nicht gestört wird. Deshalb ist es besonders nach Einzelgaben wichtig, die Anweisungen unter „Allgemeine Regeln“ zu beachten und so in den ersten Wochen nach Einnahme der homöopathischen Arznei das Einatmen oder Einnehmen von Kampfer bzw. ätherischen Ölen sowie das Trinken von Bohnenkaffee und Kräutertees zu vermeiden, um die Wirkung der Arznei nicht zu stören oder gar aufzuheben.
Nach der Einnahme des Globulus kann es in den darauf folgenden Tagen zu einer leichten aber vorübergehenden Erstverschlimmerung einiger Beschwerden kommen, d.h., dass sich einige Ihrer Beschwerden stundenweise etwas stärker zeigen und danach wieder vergehen. Dies ist eine positive Reaktion Ihres Organismus und zeigt an, dass das Heilmittel bereits wirkt. Notieren Sie den Zeitpunkt sowie die Dauer der so genannten Erstverschlimmerung und auch ab wann die anschließende Besserung der Beschwerden eintritt. Informieren Sie uns beim nächsten Gespräch darüber, denn aus diesen Reaktionen ergibt sich das weitere Vorgehen der homöopathischen Therapie.

Zu beachten wenn Ihnen Tropfen verordnet wurden
Bitte beachten Sie hierzu die Anweisungen auf dem Rezept und der Einnahmeanleitung, die Sie von uns erhalten haben. Nehmen Sie die Tropfen, wie verordnet zuverlässig und ohne Unterbrechungen ein und schütteln Sie vor jeder Einnahme die Flasche kräftig ca. 10 mal, wie es in der Einnahmeanleitung angegeben ist. Achten Sie aber auch darauf, dass die Flasche nicht unkontrolliert zu häufig geschüttelt wird, da dadurch die Tropfen zu stark potenziert werden und dies bei empfindlichen Personen zu unerwünschten bzw. überschießenden Reaktionen führen kann. Wenn Sie mit dem Auto, der Bahn oder dem Bus verreisen, achten Sie darauf, dass Ihr Medizinfläschchen stehend transportiert wird. Falls Sie eine Flug- oder Schiffsreise planen rufen Sie uns an.
Nehmen Sie die Tropfen wie verordnet ein solange Ihre Beschwerden abnehmen. Falls sich einzelne Symptome wieder verstärken oder verändern, überlegen Sie, ob es dafür einen logischen Grund gibt (z.B. Stress, Schlafdefizit, Überanstrengung, Kummer, Sorge, psychische Belastungen, Durchnässung, Unterkühlung, falsche Ernährung, Konsum verdorbener Nahrungsmittel etc.) und informieren Sie uns darüber. Sollten Sie bemerken, dass sich ein Infekt anbahnt (z.B. durch Halskratzen, Schlappheit etc.), nehmen Sie als erstes die Dosis des Heilmittels, das Ihre chronischen Beschwerden gebessert hat, in kürzeren Abständen ein, d.h. wenn Sie bisher alle 24 Stunden eine Dosis einnahmen, dann nehmen Sie nun alle 12 Stunden ein oder wenn Sie alle 48 Stunden eingenommen haben, nun alle 24 Stunden, um den Infekt mit Ihrem Konstitutionsmittel zu unterbinden oder schneller und leichter zu überwinden. Ähnlich können Sie auch verfahren, wenn sich nach außergewöhnlichen Belastungen Ihre chronischen Beschwerden wieder verstärkt haben.
Falls mit dieser häufigeren Einnahme nach 48-72 Stunden keine Besserung eingetreten ist, so melden Sie sich bitte umgehend bei uns, damit wir die neu eingetretene Situation mit Ihnen besprechen können.

Allgemeine Regeln
Die Homöopathie ist eine sanfte Regulationstherapie. Die Selbstheilungskräfte des erkrankten Organismus werden durch individuell ausgewählte Arzneien angeregt. Während der Behandlung und in der Nachwirkungszeit der Arznei sind Störungen, die die Wirkung der Arznei schwächen oder aufheben, zu vermeiden.
Bitte beginnen Sie neben der homöopathischen Therapie keine weiteren Therapien ohne Absprache mit uns, da sonst die Wirkung Ihrer homöopathischen Arznei gestört oder die Reaktionen auf Ihr homöopathisches Heilmittel falsch beurteilt werden kann. Auch einzelne Symptome, die eventuell zur Auswahl weiterer Folgearzneien führen, können z.B. bei gleichzeitig stattfindender Akupunktur oder Phytotherapie vorzeitig zum Verschwinden gebracht werden und dadurch die Auswahl einer Folgearznei erschweren. Außerdem kann bei paralleler Anwendung anderer Therapieverfahren die Heilwirkung der homöopathischen Arznei gänzlich aufgehoben werden. Andererseits dürfen Sie die von Ihrem Arzt verordneten Arzneien nicht eigenmächtig absetzen, sondern nur in Absprache mit Ihrem Arzt. In akuten Notfallsituationen handeln Sie bitte nach den Anweisungen des behandelnden Arztes !
Eine gesunde Lebensweise unterstützt den Heilungsprozess. Achten Sie deshalb auf ausreichende Bewegung an frischer Luft (mindestens ½ Stunde täglich strammes Spazieren gehen) sowie auf genügend Schlaf (Vormitternachtsschlaf ist wichtig) und vermeiden Sie, wo es möglich ist, Stress. Gönnen Sie sich stattdessen öfters mal Ruhepausen und entspannen sie sich, z.B. durch Gebet, Yoga, Meditation, autogenem Training, u.a.
Eine gesunde Lebensführung ist für die Gesunden wichtig und bei Krankheit noch wichtiger. Während einer homöopathischen Therapie sollten Sie zusätzlich auf folgendes achten:
Verzichten Sie in der Zeit, in der Sie ein homöopathisches Heilmittel einnehmen oder in der dieses in Ihrem Organismus wirkt, auf Bohnenkaffee Kräutertee (z.B. Pfefferminz, Kamille, Salbei, Thymian, und andere arzneilich wirkende Tees) oder Teemischungen, deren Zusammensetzung Sie nicht kennen. Diese Arzneiwirkungen verändern Ihre normalen Reaktionen und erschweren oder verunmöglichen eine exakte Beurteilung eintretender, Veränderungen Ihrer Beschwerden. Vermeiden deshalb auch den Kontakt mit Kampher bzw. ätherischen Ölen in jeder Form (z.B. Einreiben mit Erkältungssalben, Aufstellen von Duftölen, Lutschen von Halsbonbons). Entlasten Sie Ihren Organismus, indem Sie, in der ersten Zeit der Therapie auf Nahrungsmittel verzichten, von denen Sie wissen, dass Sie auf diese überempfindlich oder allergisch reagieren und die Sie nicht vertragen oder die Ihnen Beschwerden bereiten.
Sollten Sie weitere Fragen haben, so sprechen Sie uns bitte an.

Hinweis
Der vorliegende Text wurde sorgfältig erarbeitet. Beachten Sie, dass dies allgemeine Angaben sind und nicht spezifische Aussagen zu einem konkreten Krankheitsfall. Besprechen Sie ihre Fragen mit Ihrem Therapeuten. Die Angaben sind ohne Gewähr. Für Nachteile oder Schäden die aus falschem Verständnis oder falscher Anwendung der vorgestellten Informationen resultieren wird keine Haftung übernommen.